Ausbildung Boot

Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie zum Schiffsführerausweis kommen. Ich empfehle Ihnen, sich möglichst früh mit mir in Verbindung zu setzen, damit ich Sie auf dem Weg zur Führerprüfung begleiten und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

 

Bevor Sie sich hinters Steuerrad setzen, bedarf es der bestandenen Theorieprüfung. Das Anmeldeformular können Sie mit dem   Gesuch um die Erteilung eines Schiffsführerausweises beim Strassenverkehrsamt des Kantons Zug beantragen. Das ausgefüllte Formular müssen Sie mit einem neueren Passfoto, dem gemachten Sehtest und dem Nothelferausweis beim Einwohner- oder Strassenverkehrsamt persönlich abgeben.

Nachdem Sie die Theorieprüfung bestanden haben, erhalten Sie den Lernfahrausweis. Nach der praktischen Ausbildung, können Sie sich (nach Absprache mit Ihrem Fahrlehrer) zur praktischen Prüfung anmelden.

Schweizer Schiffsführerausweis

Einen schweizerischen Führerausweis benötigen:

  1. Personen, die seit mehr als zwölf Monaten in der Schweiz Wohnsitz haben
  2. Personen, die in der Schweiz immatrikulierte Schiffe der Ausweiskategorien B, C und E gewerbmässig führen

Dem Inhaber eines gültigen internationalen oder ausländischen Ausweises wird durch den Wohnsitzkanton der schweizerische Schiffsführerausweis ohne theoretische oder praktische Prüfung erteilt. Der Ausweis muss in einem Staat erworben worden sein, der in bezug auf die Ausbildung und Prüfung den schweizerischen Bestimmungen entsprechende Anforderungen stellt und der gegenüber Inhabern schweizerischer Führerausweise Gegenrecht hält.

Das Bundesamt für Verkehr führt eine Liste dieser Staaten. Es legt fest, welche Kategorie eines internationalen oder ausländischen Ausweises in eine entsprechende Kategorie eines schweizerischen Ausweises umgeschrieben wird und ob der Geltungsbereich einzuschränken ist.

Beim Erwerb des schweizerischen Ausweises muss der Antragsteller die medizinischen Anforderungen erfüllen. Er muss ausserdem zum Zeitpunkt des Erwerbs des schweizerischen Ausweises das vorgeschriebene Mindestalter für die jeweilige Ausweiskategorie erreicht haben.


Theoretische Bootsausbildung

Die Theorieprüfung wird mit Hilfe von CUST (Computerunterstützte Schiffstheorie) in den Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch abgenommen.

Die Prüfung umfasst 60 Fragen, wovon vier falsche Antworten erlaubt sind.

Die Theorieprüfung ist zu wiederholden, wenn nicht innert 18 Monaten nach bestandener Theorieprüfung die praktische Prüfung abgelegt wird. Diese Frist kann um weitere 6 Monate verlängert werden, sofern die Anmeldung zur praktischen Prüfung vor Fristablauf erfolgt ist und die Prüfung erst nachher abgelegt werden kann.

Lehrmittel

Praktische Schiffsführerprüfung Kategorie A (Motorboot)

Das erlernen des Motorbootfahren mit dem entsprechend verlangten Manöver erfolgt am besten bei einer Bootsschule. Langjährige ortsansässige Bootsfahrlehrer kennen die Anforderungen, welche heute an einer Führerprüfung gestellt werden am besten. Diese vereinbaren in der Regel auch den Prüfungstermin mit dem Schifffahrtsamt oder dem zuständigen Experten.


Prüfungsanforderungen

Die praktische Prüfung kann erst nach bestandener theoretischer Prüfung abgelegt werden. An der praktischen Prüfung wird festgestellt, ob der Bewerber ein Schiff nach den Verkehrsregeln sowie unter besonderen Umständen sicher führen kann. Die praktische Prüfung ist auf einem Schiff jener Kategorie abzulegen, für die der Bewerber den Ausweis erlangen will.


Seemannschaft

  • Kenntnisse des Prüfungsschiffs
  • Belegen des Schiffes an Klampe (Kopfschlag), Poller, Ring und Pfahl
  • Kenntnisse von mindestens 4 Seemannsknoten: Palstek, Mastwurf, Schotstek, Roringstek, Kopfschlag, Kreuzknoten

Sicherheit an Bord

  • Brandbekämpfung: Feuer mit Feuerlöscher oder anderen Bordmitteln bekämpfen; je nach Art des Brandes Brennstoffzufuhr unterbrechen, wenn möglich Motor laufen lassen. Das Rettungsmaterial ist einzusetzen; Notsignale geben und Hilfe anfordern; Mitfahrer orientieren und beruhigen, Anweisungen erteilen.
  • Gefahr von Wasser im Schiff: Lenzen, stopfen, krängen, nächstgelegenen Hafen oder Ufer anlaufen. Das Rettungsmaterial ist einzusetzen; Notsignale geben und Hilfe anfordern; Mitfahrer orientieren und beruhigen, Anweisungen erteilen.

Ablegen (Klarmachen des Schiffes zur Fahrt)

  • Öffnen und/oder ventilieren des Motorenraumes bei Schiffen; die mit leichtflüchtigen Brennstoffen betrieben werden
  • Motor starten, bevor abgelegt wird

Fahren

  • An- und Ablegemanöver Steuerbord und Backbord, voraus und rückwärts
  • Manövrieren auf engem Raum (Ruderlegen und Gangwechsel)
  • Bug- und Hecklandungen (z.B. in Boxe)
  • Befahren von Hafen- oder Steganlagen
  • Bojenmanöver und/oder Pfahlmanöver
  • Fahren von verschiedenen Kursen und Geschwindigkeiten
  • Befahren von Strecken mit der Möglichkeit eines Überhol- und Ausweichmanövers
  • Rettungsmanöver Mann-über-Bord (Wind und Witterungsverhältnisse berücksichtigen)
  • Fahren nach Merkpunkten, Zielfahren, 4 Himmelsrichtungen

Auf dem See

  • Mann-über-Bord: Das Rettungsmanöver hat gefahrlos, vorwärts, so schnell als möglich und auf dem kürzesten Weg zu erfolgen; der zu Rettende muss während der ganzen Aktion beobachtet werden. Das Schiff muss stillstehen und der Motor ist vor der Bergung abzustellen. Je nach Schiffsart kann der Kandidat den Bootshaken oder andere Hilfsmittel benützen.
  • Ankermanöver kann theoretisch besprochen werden.

Anlegen

  • Anlegemanöver und Belegen des Schiffes mit verschiedenen Knoten. Bei Schiffen mit Bugstrahlern oder ähnlichen Hilfsmitteln können zusätzliche Landemanöver ohne diese Hilfsmittel verlangt werden (in der Regel wird der Motor nach dem Festmachen des Schiffes abgestellt).

Segelschiffe mit Motor

Für Segelschiffe mit Motor, mit welchen nicht alle Manöver der Kategorie A ausgeführt werden können, ist der Schiffsführerausweis gestützt auf Art. 80 Abs. 2 BSV zu beschränken.

Praktische Schiffsführerprüfung Kategorie D (Segeln)

Das Erlernen des Segeln mit dem entsprechend verlangten Manöver erfolgt am besten bei einer Segelschule. Langjährige ortsansässige Segellehrer kennen die Anforderungen, welche heute an einer Führerprüfung gestellt werden am besten. Diese vereinbaren in der Regel auch den Prüfungstermin mit dem Schifffahrtsamt oder dem zuständigen Experten.


Prüfungsanforderungen

An der praktischen Prüfung wird festgestellt, ob der Bewerber ein Schiff nach den Verkehrsregeln sowie unter besonderen Umständen sicher führen kann.

Die praktische Prüfung...

... kann erst nach bestandener theoretischer Prüfung abgelegt werden.
... ist auf einem Schiff jener Kategorie abzulegen, für die der Bewerber den Ausweis erlangen will.
... der Kategorie D wird durchgeführt, wenn die Windstärke mindestens 2 Beaufort beträgt.


Seemannschaft

  • Kenntnisse des Prüfungsschiffs
  • Belegen des Schiffes an Klampe (Kopfschlag), Poller, Ring und Pfahl
  • Kenntnisse von mindestens 4 Seemannsknoten: Palstek, Mastwurf, Schotstek, Roringstek, Kopfschlag, Kreuzknoten

Sicherheit an Bord

  • Brandbekämpfung: Feuer mit Feuerlöscher oder anderen Bordmitteln bekämpfen; je nach Art des Brandes Brennstoffzufuhr unterbrechen, wenn möglich Motor laufen lassen. Das Rettungsmaterial ist einzusetzen; Notsignale geben und Hilfe anfordern; Mitfahrer orientieren und beruhigen, Anweisungen erteilen.
  • Gefahr von Wasser im Schiff: Lenzen, stopfen, krängen, nächstgelegenen Hafen oder Ufer anlaufen. Das Rettungsmaterial ist einzusetzen; Notsignale geben und Hilfe anfordern; Mitfahrer orientieren und beruhigen, Anweisungen erteilen.

Segeln

  • Segel setzen (inkl. Achterknoten) und bergen an Boje oder in Fahrt
  • Anlegen und Ablegen von Boje, Steg, Pfahl oder im Hafen (Aufschiesser)
  • Segeln auf verschiedenen Kursen; am Wind, halber Wind, raumer Wind und Vorwind
  • Alle Manöver mit klarer Kommandogabe
  • Manövrieren auf engem Raum (360°) mit Wenden und Halsen
  • Halsen immer mit Dichtnehmen der Grossschot
  • Verkleinern der Segelfläche (Reffen / Segelwechsel); wenn dies praktisch nicht möglich ist, theoretisch erklären lassen
  • Mann-über-Bord aus allen Kursen: Das Rettungsmanöver hat gefahrlos, so schnell als möglich und auf dem kürzesten Weg zu erfolgen; der zu Rettende muss während der ganzen Aktion beobachtet werden. Das Schiff muss möglichst stillstehen. Dazu sind alle Manöver zulässig, die zum Erfolg führen (wie Halse, Q-Wende, Beidrehen usw.). Je nach Schiffsart kann der Kandidat den Bootshaken oder andere Hilfsmittel benützen.


Ausweiskategorien

A   Schiffe mit Maschinenantrieb soweit sie nicht unter die Kategorien B und C fallen
B   Fahrgastschiffe
C   Güterschiffe mit Maschinenantrieb, Schubschiffe und Schlepper
D   Segelschiffe
E   Schiffe besonderer Bauart und solche die nicht unter eine der Kategorien A bis D fallen

Der erworbene Führerausweis einer bestimmten Kategorie berechtigt auch
zum Führen von Fahrzeugen weiterer Kategorien:

berechtigt zum Führen von Schiffen der Kategorien

A Segelschiffe, sofern sie nur unter Motor laufen

B Segelschiffe, sofern sie nur unter Motor laufen

C Segelschiffe, sofern sie nur unter Motor laufen


Auf dem Schiff mitzuführende Dokumente und Ausweise

  • Schiffsausweis
  • Schiffsführerausweis, sofern erforderlich
  • Personalausweis auf Grenzgewässern
  • Abgaswartungsdokument bei Abgas-typengeprüftem Motor
  • Eignerhandbuch bei CE-zertifiziertem Sportboot
  • Elektroprüfbericht bei 230 Volt Anlage
  • Gasprüfbericht bei Gasinstallation
  • Funkkonzession
  • Radarkonzession

Knoten

Folgende Knoten können an der praktischen Führerprüfung Motor- und Segelschiff verlangt werden:

  • Achterknoten
  • Kreuzknoten
  • 2 halbe Schläge
  • Schotstek
  • Schotstek "doppelt"
  • Mastwurf
  • Palstek
  • Roringstek
  • Kopfschlag